AP2_FISI - SQL & Datenbanken - Datenbankentwurf und -modellierung
Deck: AP2_FISI Kategorie: SQL & Datenbanken Subkategorie: Datenbankentwurf und -modellierung Anzahl Karten: 25
Was ist ein Entity-Relationship-Modell (ER-Modell)?::Ein weitverbreitetes konzeptionelles Modellierungswerkzeug, das dazu dient, die Struktur einer Datenbank grafisch darzustellen und die Grundlage für den Entwurf einer relationalen Datenbank bildet.
Was sind Entitätstypen im ER-Modell?::Entitätstypen repräsentieren eine Gruppe von Objekten mit den gleichen Attributen. Beispiel: ‘Student’ mit Attributen wie Studentennummer, Name und Studiengang.
Was sind Attribute im ER-Modell?::Attribute sind die Eigenschaften oder Qualitäten, die einen Entitätstyp beschreiben. Beispiel: Bei ‘Student’ wären dies Studentennummer, Name und Studiengang.
Was sind Beziehungstypen im ER-Modell?::Beziehungstypen beschreiben, wie Entitätstypen miteinander in Verbindung stehen. Beispiel: Die Beziehung ‘einschreiben’ zwischen ‘Student’ und ‘Kurs’.
Wie werden Entitäten in ER-Diagrammen dargestellt?::In ER-Diagrammen werden Entitäten als Rechtecke dargestellt.
Wie werden Attribute in ER-Diagrammen dargestellt?::Attribute werden als Ovale dargestellt und an die jeweilige Entität angeschlossen, die sie beschreiben.
Wie werden Beziehungen in ER-Diagrammen dargestellt?::Beziehungen zwischen Entitätstypen werden als Rauten dargestellt und mit Linien mit den beteiligten Entitätstypen verbunden.
Was sind Kardinalitäten in Beziehungen?::Kardinalitäten geben an, wie viele Instanzen einer Entität mit Instanzen einer anderen Entität in einer Beziehung stehen können. Sie werden oft an den Linien notiert, die Beziehungen darstellen.
Was bedeutet die 1:1 Kardinalität?::Jede Instanz der einen Entität ist mit höchstens einer Instanz der anderen Entität verknüpft.
Was bedeutet die 1:N Kardinalität?::Eine Instanz der einen Entität kann mit mehreren Instanzen der anderen Entität verknüpft sein.
Was bedeutet die N:M Kardinalität?::Viele Instanzen der einen Entität können mit vielen Instanzen der anderen Entität verknüpft sein.
Was ist der Zweck der Normalisierung in relationalen Datenbanken?::Normalisierung dient dazu, Redundanzen zu vermeiden und Anomalien bei Einfüge-, Lösch- und Aktualisierungsvorgängen zu minimieren, sowie die Datenintegrität zu erhöhen und die Datenpflege zu erleichtern.
Was ist die Erste Normalform (1NF)?::Die 1NF erreicht eine Tabelle, wenn jedes Feld nur atomare (unteilbare) Werte enthält und jede Spalte nur Werte desselben Datentyps aufweist. Wiederholungsgruppen sind nicht erlaubt.
Was ist die Zweite Normalform (2NF)?::Eine Tabelle ist in 2NF, wenn sie in 1NF ist und jedes Nicht-Schlüsselattribut voll funktional vom Primärschlüssel abhängig ist. Bei zusammengesetzten Schlüsseln müssen Nicht-Schlüsselattribute vom gesamten Primärschlüssel abhängen.
Was ist die Dritte Normalform (3NF)?::Eine Tabelle befindet sich in 3NF, wenn sie in 2NF ist und keine transitiven Abhängigkeiten zwischen den Nicht-Schlüsselattributen existieren.
Wie wird eine Entität im ER-Modell in eine relationale Datenbank überführt?::Jede Entität im ER-Modell wird zu einer Tabelle in der relationalen Datenbank. Die Attribute der Entität werden zu Spalten der Tabelle. Der Schlüssel der Entität wird zum Primärschlüssel der Tabelle.
Wie werden Beziehungen im ER-Modell in eine relationale Datenbank überführt?::Die Vorgehensweise hängt von der Kardinalität der Beziehung ab. Bei 1:1 wird ein Fremdschlüssel hinzugefügt, bei 1:n wird der PK als FK übernommen, bei n:m wird eine neue Tabelle mit FKs erstellt.
Wie werden Attribute im ER-Modell in eine relationale Datenbank überführt?::Jedes Attribut einer Entität oder Beziehung wird zu einer Spalte in der entsprechenden Tabelle.
Warum sollte jede Tabelle einen klar definierten Primärschlüssel haben?::Eindeutige Identifikatoren als Primärschlüssel ermöglichen die eindeutige Identifizierung jeder Zeile in einer Tabelle.
Warum sollten fremde Schlüssel verwendet werden?::Fremdschlüssel tragen zur Wahrung von Beziehungen bei und helfen, die referenzielle Integrität zu gewährleisten. Sie erlauben kaskadierende Lösch- und Aktualisierungsoperationen.
Was sind die Vorteile der Normalisierung?::Normalisierung bis zur dritten Normalform minimiert Redundanzen und verbessert die Datenintegrität.
Wann sollte denormalisiert werden?::Denormalisierung kann gezielt eingesetzt werden, um die Abfrageleistung zu verbessern, besonders bei leseintensiven Anwendungen. Redundante Daten beschleunigen Abfragen, erfordern aber mehr Aufwand bei Updates.
Warum ist Indexierung wichtig?::Indexierung von Schlüsselspalten beschleunigt Abfragen, die auf diesen Spalten filtern oder sortieren. Die Wirksamkeit von Indizes sollte aber regelmäßig geprüft werden.
Wie können Datenanomalien verhindert werden?::Durch den Einsatz von Datenbanktransaktionen und ACID-Prinzipien sowie durch eine korrekte Normalisierung der Daten.
Warum ist Dokumentation des Datenbankschemas wichtig?::Eine gute Dokumentation hilft neuen Teammitgliedern, das Schema schnell zu verstehen, und erleichtert die zukünftige Wartung der Datenbank.